Umbau Caddy 2.0 TDI 4x4 als Stealth Camper

  • Servus,


    letztes Jahr war ich im August mit unserem "etwas zu großen" Wohnwagen wieder im Urlaub. Irgendwie kamen wir auf den Gedanken, das wir etwas mobileres bräuchten um spontaner und einfacher wegfahren zu können, ein "Fluchtfahrzeug" aus dem Alltag und doch viel mehr. Da habe ich entdeckt, dass schon viele einen Caddy oder andren Kleinlieferwagen als Camper umgebaut haben.

    Bald darauf machten wir uns auf die Suche. Allrad war ein muss, den ich will nicht immer die Angst haben müssen, irgendwo auf einer nassen Wiese stecken zu bleiben und man hat ein sicheres Gefühl. 200 Kilometer weiter haben wir dann einen ganzen Pulk entdeckt und wir suchten den für uns am passendsten aus. Als der Caddy dann Mitte September bei mir zu Hause stand machte ich erstmal eine Bestandsaufnahme und überlegte mir mit viel Recherche wie ich das Auto in einen für uns angepassten Camper verwandeln kann. Da ich beruflich und auch im Hobby bereits viel Erfahrung mit KFZ, Elektrik, Camping, Holzverarbeitung und unseren autarken Wohnwagen gesammelt habe, kam mir bei dem Projekt zu gute.


    Ich möchte hier in diesem Thread in ein paar Beiträgen, die ich nach und nach einstelle hier meinen Umbau schrittweise mit Fotos vorstellen, aber seht selbst:


    Hier die Ausgangsbasis, das Foto ist noch auf dem Händlerhof gemacht worden

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    Erstmal den Dachhimmel entfernen

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    Auch die Heckklappenverkleidung musste weichen

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    Jetzt kann ich für die geplante Elektrik erstmal Kabel ziehen

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  • Ist das ein Caddy Maxi?


    Für den normalen Caddy hatten meine Ex-Frau und ich ein paar Auerboxen für Campingkram und Klamotten sowie zwei von diesen Dreifachfaltmatratzen. Für Personen bis so 1,75 oder so ist war das okay. Aber be größeren wurde es eng. Deswegen hatte sich der Vorbesitzer den Caddy Maxi gekauft und wir konnten für faires Geld den Caddy gebraucht übernehmen.


    Der fährt heute noch nach über 12 Jahren auf der Uhr und ist im Unterschied zu den Nachfolgermodellen des Caddy auch noch einigermaßen unverwüstlich.

  • Nein, das ist ein ganz normaler Caddy, kein Caddy Maxi. Wir haben 1,9m Liegefläche gewählt, aber auch 2,0m Liegefläche wären möglich gewesen. Für die 2,0m Liegefläche hätten wir die beiden vorderen Sitze ganz nach vorne schieben müssen. So hätte unser Hund, der auf dem Beifahrersitz nächtigen soll zu wenig Platz gehabt.


    Ich bin 1,8m groß und mir reichen die 1,9m Liegefläche vollkommen aus.

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  • Ich verstehe zwar kein Wort von dem was er sagt aber ich möchte das trotzdem mal einbringen. Klar kein Stealth aber sehr geil

  • Ich verstehe zwar kein Wort von dem was er sagt aber ich möchte das trotzdem mal einbringen. Klar kein Stealth aber sehr geil

    Der ist wirklich geil8)





    Um den Caddy im Innenraum etwas leiser zu bekommen habe ich den Dachhimmel mit Antidröhnmatten beklebt. Damit schwingt das Blech nicht mehr so stark mit . Beim klopfen hört man einen deutlichen Unterschied

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    Danach klebte ich 25mm Armaflex XG Isolierung ans Dach, damit das Auto auch etwas isoliert ist. Damit soll es sich nicht so stark aufheizen wenn es in der Sonne steht. Aber auch die Klimaanlage oder Heizung kann effizienter arbeiten. Auch die Schallübertragung wird so weiter verbessert, was man sehr gut durch eine Klopfprobe feststellen kann

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    Da der Kofferraumboden mit Sicken versehen ist, dämmte ich die Zwischenräume auch mit Armaflex XG, diesmal 9mm bzw. mit der zweiten Schicht 2x9mm. Da sich das Armaflex komprimieren lässt, klebte ich mit Montagekleber 9mm Multiplexstreifen auf den Kofferraumboden. Auf diesen Multiplexstreifen ruht später die Bodenplatte, die bereits im Caddy verbaut war.

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    Dann gings wieder mit der Elektrik weiter. Da ich auch eine Kompressorkühlbox betreiben will und die Starterbatterie des Caddys damit nicht belasten wollte, verbaute ich eine Zweitbatterie. Diese wird durch ein B2B Ladegerät von Votronic geladen, sobald an der Starterbatterie eine höhere Spannung als 12,9V anliegt. Somit wird die Zweitbatterie geladen, sobald der Motor läuft. Auch eine Möglichkeit mithilfe einer Solarzelle die Batterie zu laden halte ich mir frei, dazu später mehr.


    Einen geeigneten Platz für die Zweitbatterie und Elektroinstallation zu finden war gar nicht so einfach, da auch die Alltagstauglichkeit nicht darunter leiden sollte. Der Caddy soll ggf. auch nur für Umzüge oder sonstige Transport arbeiten herhalten können. Ich entschied mich die Batterie über das linke hintere Radhaus zu befestigen.


    Hier die erste Anprobe:

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    Und dann einen geeigneten Halter gebastelt. Diesen habe ich mit Montagekleber befestigt.

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    Hier sieht man noch einen Teil der Verkabelung und den künftigen Sicherungshalter.

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    Der Massepunkt befindet sich glücklicherweise gleich daneben. Hier habe ich zwei 10mm² Massekabel daran befestigt. Einmal für den Sicherungsverteiler und einmal für das Votronic Ladegerät, das noch eine Verteilung für die Zweitbatterie besitzt.

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    An der linken Seitenverkleidung befestigte ich das Ladegerät und den Sicherungsverteiler

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    Alle arbeiten wurde natürlich von Django überwacht :dog_face:

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  • Cooles Projekt!


    WIe hält die Batterie? Doch nicht nur mittels Montagekleber? Bei einem Auffahrunfall will das 20kg-Teil mit enormem Drang nach vorne. Da müsste eigentlich ein Flacheisen mit zwei Gewindestangen dran, die durch die Karosserie geschraubt und wieder mit einem Flacheisen gekontert werden. Wäre im Motorraum nicht Platz für die Batterie gewesen? Oder für zwei 25Ah-Akkus?

  • Ja, die Batterie hält nur durch Montagekleber. Anfangs war ich auch etwas skeptisch und behielt mir die Option vor, die Halterung noch mit der Karosserie zu verschrauben. Aber es stellte sich schnell heraus, dass die Sorgen unbegründet waren. Die Halterung sitzt wirklich Bombenfest, auch wenn man wirklich kräftig dran zerrt. Zudem sind noch vertikale Streben aufgeklebt worden, die das ganze zusätzlich noch versteifen.


    Je nach Motorisierung gibt es schon die Möglichkeit die Batterie im Motorraum zu setzen, bei meinem 2.0 CR TDI leider nicht. Bei manchen Benziner gehts allerdings schon




    Die Batterie, gesichert mit zwei Gewindestangen und einem Flacheisen, dazwischen noch ein Gummi um den Reibwert zu erhöhen

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    Hier noch die vertikalen Streben, die später zur Befestigung einer Verkleidung dienen

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    Hier das Pluskabel, das ich vom originalen Hochstromsicherungshalter von der letzten freien Schmelzsicherung bis zum Votronic Ladegerät geführt habe. Verwendet habe ich ein 16mm² Kabel. Der Sicherungshalter ist an der Klemme 30 angeschlossen, d.h. es liegt immer Spannung an. Aber erst ab einer gewissen Schwellspannung fängt das Votronic Ladegerät an, die Zweitbatterie zu laden z.B. im Fahrbetrieb oder wenn ein externes Ladegerät angeschlossen ist oder beim Betrieb mit einer Solarzelle.

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    An der oberen Ablage, überhalb des Fahrersitzes habe ich noch eine abschaltbare USB Steckdose montiert. Die soll hauptsächlich zum Laden vom Handy, Akku-Taschenlampe und Kameraakku dienen.

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    Den Original Dachhimmel ersetzte ich durch eine HDF-Platte im Eichendekor. Das Ausschneiden mit einem Teppichmesser war etwas mühselig. Die Kanten habe ich noch mit wasserfesten Leim versiegelt um ein mögliches aufquellen zu verhindern

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    Mit fertig gebohrten Löcher für die LED Spots

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    Und an der Decke montiert

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    Und noch ein Pausenfoto

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  • Hier die Schiebetüre ohne Verkleidung

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    Auch die Schiebetüren dämmte ich mit Armaflex. Aber das war ziemlich frickelig.

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    Und auch eine neue Verkleidung kam dran

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    Die rechte Seitenwand mit Armaflex Dämmung

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    Dann geht's weiter zur Heckklappe. Diese dämmte ich ebenfalls und legte noch ein dreiadriges Ölflexkabel, 3x0,75mm von dem Sicherungsverteiler über die Gummitülle zur Heckklappe in diese. So will ich einerseits unabhängig von der Bord-Spannungsversorgung die Heckklappe mit einem Taster von Innen öffnen können (Wenn das Auto verriegelt ist, liegt keine Spannung mehr an) und andererseits noch zwei LED Spots mit einem PWM Modul (dient zur stufenlosen Dimmung der LED's) mit Strom versorgen zu können. Hier soll der Bereich unterhalb der geöffneten Heckklappe ausgeleuchtet werden, wenn man es sich darunter gemütlich macht. Die PWM-Module findet man ganz günstig im Netz für wenige Euro.

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    Auch hier gibt es noch eine neue HDF-Verkleidung

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    Hier noch links das Poti für das PWM-Modul, das gleichzeitig als EIN/AUS Schalter dient

    Auf der rechten Seite befindet sich der Taster, mit dem man jederzeit und ohne weiteres die Heckklappe öffnen kann. Das kann in Gefahrensituationen sehr vorteilhaft sein

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    Und die eingeschalteten LED Spots

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  • Wie überwachst du den Ladezustand der Zusatzbatterie?


    Ich hab ein ähnliches Setup in meinem Wagen was die Zusatzbatterie und auch die Leuchten in der Heckklappe anbelangt ;-) allerdings hab ich nicht einen Laderegler dazwischen geschaltet sondern lediglich einen LiFePo4 mit integrierter BMS eingebaut und zum Hauptsicherungskasten hin eine (spezielle mit Überwachungsschaltung) "Sperrdiode" verbaut. Zur Überwachung des Ladezustandes nutze ich ein in der hinteren Seitenverkleidung eingebauten 3-Fach-Anschluß mit Zigarettenanzünder, USB-Anschluss und als 3te Komponente eine Ladeanzeige die erst auf Knopfdruck an der Anzeige "anspringt". Dadurch kann man leicht die Batterie im nicht sichtbar eingebauten Zustand überwachen.


    Setzt du noch Halteösen oben am Metall-Quer-Holm zum Dach ein, oder sind die schwarzen Elemente dort bereits Einhängvorrichtungen?


    Was machst du mit dem restlichen Platz hinter der Seitenverkleidung wo du die Batterie eingebaut hast? Einbau-Ablagefächer z.B. aus dem Bootsbedarf? Wäre auch ein guter Platz für eine Propan-Handwerkerflache (klein) hinter einer Zugangsklappe wo du dann einen Schnellkuppelanschluß in die Seitenverkleidung legen kannst. Dann noch einen CO-Melder in den Fahrzeuginnenraum und du kannst eine ansteckbare Katalyt-Kleinheizung betreiben, wenn ihr im Wagen im Winter pennt und der keine Standheizung hat.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Noch eine Frage zu den Strahlern in der Heckklappe. Da die ja unabhängig vom Bordnetz sind wie schaltest du die ein und aus? Über Schalter in Seitenverkleidung oder hast du einen Lageschalter innerhalb der Klappe verbaut, dass die automatisch angehen, wenn du die Klappe über einen bestimmten Öffnungswinkel öffnest?


    Nutzt du die Zusatzbatterie auch als Ladepuffer für eine dort (irgendwo) eingebaute mobile (Taschen-/Warn-)lampe für Notfälle oder wenn man mal nachts Pipi machen muß/will? Lohnt sich ja sowas auch gleich mit zu machen, wenn man eh den gesamten hinteren Kasten baut wo die Zusatzbatterie drin sitzt.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Ich habe noch ein Voltmeter und ein Amperemeter eingebaut, dass die Spannung und den Ladestrom der Batterie misst. Anhand vom Ladestrom kann man schön erkennen, wie voll die Batterie ist. Wenn kein oder fast kein Strom mehr fließt, ist die Batterie voll.


    Die Lampen an der Heckklappe kann ich direkt am Poti (der blaue Knopf an der schwarzen Kunststoffverkleidung) schalten. Dreht man das Poti über den Nullpunkt hinaus, werden die Lampen eingeschaltet und leuchten umso stärker, desto weiter ich das Poti aufdrehe. Die Innenraumbeleuchtung kann ich Entweder so schalten, dass diese bei geöffneter Heckklappe angeht oder genauso wie bei den Heckklappenlampen über ein weiteres Poti.

    Lampe habe ich eine Akkuhandlampe die ich einfach per USB-Kabel laden kann.

    Viel Platz ist nicht mehr hinter der Seitenverkleidung. Hier kommt vielleicht noch ein Multimeter rein, für den Fall, dass es technische Probleme gibt.


    Beim Querholm übernehme ich einfach die originale Halterung von VW.


    Aber in den nächsten Beiträgen sieht man dann mehr.

  • Hier die Halterung für die Steckdosen, Schalter und Potis. War eine sehr arbeitsintensive , fummelige Arbeit20201023_115145.jpg



    Die Halterung für die Batteriespannungs- und Ladestromanzeige

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    Die Verkabelung von hinten

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    Die drei Keramikwiderstände sind allesamt Spannungsteiler. Da die Spannung für die Lampen mit fast 15V Ladehöchstspannung zu hoch ist und diese sich durch die fast doppelte Leistung als bei 12V zu stark erwärmten, (über 100 °C bei einem Test) verbaute ich für die Lampen in der Heckklappe, für die Lampen an der Deckel jeweils zwei Widerstände (1x für die Versorgung mit der Bordbatterie und 1x über die Zusatzbatterie). Die Widerstände begrenzen die Spannung auf ein erträgliches Maß und die Lampen werden nicht mehr so warm.

    Das rechte eingekreiste Bauteil ist ein Festspannungsregler mit selbst gebauten Kühlkörper, der die Spannung auf 5V einregelt. Der Festspannungsregler versorgt die Ambiente Beleuchtung, die unübliche 5V braucht.

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    Die Beleuchtung eingeschaltet

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    Der Elektroblock verkleidet. Eventuell beziehe ich das ganze noch mit Stoff.

    Mit den Potis und kann man die Ambientebeleuchtung und auch die Deckenbeleuchtung einschalten und dimmen.

    Bei dem Schalter kann man auswählen ob die Deckenbeleuchtung beim Öffnen der Heckklappe angeht oder ob die Beleuchtung über das Poti eingeschaltet wird. Sonst sind noch eine doppelte USB-Steckdose, eine KFZ-Steckdose und eine Hochstromsteckdose verbaut.

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    Von vorne sieht man noch die Belüftungslöcher. Wenn das Auto fährt und die Batterie geladen wird, sorgt die Luft vom Gebläse für die Nötige Luftzirkulation. Durch die Löcher zieht die Luft durch den Elektroblock durch und tritt die die Zwangsentlüftung in der hinteren Stoßstange wieder aus.

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  • Wow, ganz schön raffiniert deine Elektrik. Besonders gefällt mir auch die versenkte Montage der Potis, Steckdosen und Anzeigeinstrumenten. :thumbup::thumbup:

    LG, WTG

  • Von vorne sieht man noch die Belüftungslöcher. Wenn das Auto fährt und die Batterie geladen wird, sorgt die Luft vom Gebläse für die Nötige Luftzirkulation.

    Zusätzlich solltest Du noch einen Entgasungsschlauch an die Batterie anbringen und auch nach Aussen abführen. Die Dinger gibts z.B. hier und kosten nicht viel. Ich achte da bei mir im Auto auch immer sehr drauf - die Batterie ist unter der Rücksitzbank. DA guck ich öfter mal hin ob der Schlauch auch nicht verklemmt ist oder rausgerutscht...


    https://batterie24.de/Zubehoer…1Dhw70EAQYAiABEgIEAfD_BwE

  • Wäre es nicht effizienter gewesen, die Lampen statt mit Vorwiderständen (die ja nix anderes machen als Strom in Wärme umzusetzen) einen DC-DC-Stepdown-Converter zu nehmen?

    Die kann man ja auch (zumindest wenn es die richtigen sind) mittels Poti wunderbar einstellen, und kosten nicht die Welt.

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • AndreasH


    Eine Entgasung braucht es bei dieser Batterie nicht. Es ist eine geschlossene AGM Batterie


    Maresi


    Prinzipiell hast du recht. Ich habe mich aber aus zwei Gründen dagegen entschieden.


    Die Module, mit denen ich bis jetzt gearbeitet habe waren sehr empfindlich auf die Eingangsspannung. Wenn diese stärker schwanke, so ging das genau so mit der Ausgangsspannung. Kannst du mir welche empfehlen?


    Da die LED's sowieso nicht so viel Strom verbrauchen und ich diese auch meist gedimmt einsetzen werde, fällt die verheizte Leistung nicht so stark ins Gewicht.


    Einen Festspannungsregler mit 12V konnte ich leider auch nicht einsetzen, da die meisten eine höhere Eingangsspannung benötigen, als meine B2B Ladegerät liefert. Der L78S12CV ist mit mindestens 15V angegeben.

  • Eine Entgasung braucht es bei dieser Batterie nicht. Es ist eine geschlossene AGM Batterie

    Im Normalbetrieb tatsächlich nicht. Aber im Fehlerfall (Überladung durch defektes Ladegerät z.B.) blasen auch AGM- und Gel-Batterien ab. Dazu drückt es dann einen Plastikstöpsel aus dem Gehäusedeckel (Sicherheitsventil). Dann kommt es genauso zur Knallgasbildung wie bei einer offenen Batterie. Eine geplatzte Batterie im WoMo will man nicht haben.


    Ich hatte mal eine USV für PCs mit zwei internen 6V-Blei-Akkus in AGM, Nach 5 Jahren Dauerbetrieb roch es mal komisch nach Plastik. Fehlermeldungen gab es nie und auch die Selbsttests der USV funktionierten anstandslos. Als ich dann die Kiste aufgeschraubt hab, hatte ich zwei unförmig aufgeblähte seghr warme Akkus vor mir, die eher die Form von Pampelmusen hatten und nicht mehr quaderförmig waren. Ich liess die USV dann zwei Tage stromlos abkühlen und hatte ziemliche Mühe, sie aus dem USV-Gehäuse rauszubekommen. Hier kamen zwei Probleme zusammen: Überhitzung und Gasung durch permanente Überladung. Die Überhitzung machte das Kunststoffgehäuse weich, der Gasdruck verformte dann die Akkus mit der Zeit.


    Hier noch ein Praxishinweis: eine frisch aufgeladene Autobatterie sollte man niemals direkt nach Ladeschluss bewegen oder gar beim herumtragen mal hart aufsetzen. Es kann zu einer schlagartigen Freisetzung von Gas im Elektrolyt kommen - mit entsprechenden Folgen. Kennt man von Cola oder anderen Getränken mit Kohlensäure im Getränk. Das gleiche gilt natürlich für eine überhitzte/überladene Batterie: erst den Raum gut durchlüften, dann die Batterie vorsichtig abklemmen und dann nen Tag stehen lassen. Auch nicht nach draussen tragen, wenn sie dabei platzt ist das besonders fatal (Schwefelsäure im Auge macht definitiv blind).


    Grüsse

    Tom

  • tomduly Da gebe ich dir Recht, im Fehlerfall kann das sicher schon mal passieren. Mir persönlich ist privat sowie beruflich sowas aber noch nicht untergekommen. Deshalb halte ich das Risiko auch überschaubar.




    Heute geht es um das Thema Kühlschrank.

    Geplant war, die Kühlbox direkt hinter den Fahrersitz zu platzieren, da ich den Sitz im Gegensatz zum Beifahrersitz nach vorne klappen kann.

    Eine andere Platzierung war wegen der zu hohen Aufbauhöhe nicht möglich.

    Zuerst wollte ich eine Mobicool Kompressorkühlbox MCF 40, da die relativ günstig sind, gut funktionieren und ich auch schon Erfahrung damit gesammelt habe. Aber leider passt die Kühlbox nur hinter den Fahrersitz, wenn dieser ganz nach vorne geschoben wurde.20201024_155148.jpg




    Also musste leider doch eine kleinere Lösung her: Eine Dometic CDF 26


    Und diese passte bei der ersten Anprobe auch ziemlich gut.

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    Allerdings muss ich noch ein passendes Podest dafür anfertigen, da der unregelmäßige Fußraum vom Caddy kein direktes hinstellen erlaubt.

    Hier noch das Provisorium:

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    Dann das Endprodukt von unten.

    Ich habe 9mm Birke Multiplex verwendet.

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    Von oben

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    Und eingebaut

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    Passt wie angegossen, die Kühlbox steht ziemlich fest drinnen und kann sich weder nach vorne, noch zu den Seiten bewegen. Hinten kommt noch eine Box dran, die auch hier die Bewegung einschränkt. Auch die Abluftöffnungen sind frei. Eventuell kommt noch eine Verzurrmöglichkeit dran, um die Kühlbox Best möglichst zu sichern.. Zudem habe ich noch die Möglichkeit den Platz unterhalb des Podests als Stauraum zu nutzen.

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    Und noch eine Steckdosen für die Kühlbox. Diese wird über die Zusatzbatterie versorgt

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  • Das wird ja ein feines Fahrzeug das du da für mich baust. Wann kann ich ihn abholen? ;-)

    Spaß beiseite. Wirklich sehr cool. Freue mich schon auf weitere Bilder.

    -= NUNQUAM NON PARATUS =-